Sie Kommen


Sie Kommen
Originally uploaded by Ian@NZFlickr
    frizztext, about the title in German language SIE KOMMEN (translated = they are coming):

“Sie Kommen,” is the title of Newton’s images of 4 nude models for the Italian and French versions of Vogue in the 1980s:
SIE KOMMEN! by Helmut Newton
now bought for a top price of $242,500!

P.S.: SIE KOMMEN (Newton escaped the German Nazi-Regime): means for me: Hitler troops (or Gestapo beasts) are coming; Newton’s women are maybe the revenge, the sexual revenge; he established short before his death an HELMUT NEWTON PHOTO MUSEUM in Berlin: He came back to the city, which he once was forced to escape from, a very clever, intelligent revenge! Now if Ian@NZFlickr (view his image right) chooses the same title SIE KOMMEN for sheep (neither Nazi soldiers nor sexy women) he helps us to watch things with irony, not with fear …

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The Helmut Newton photography museum

Image via Wikipedia

for to translate the German part into English I’ve added an html-code: translate German to English

1981 präsentierte die French VOGUE jene Doppel-Komposition von Helmut Newton, auf der (A) 4 Models “dressed” auf einen losstürmen (im typischen Laufsteg-Tempo) – und in der (B)-Version müssen wir uns den kompletten Aufmarsch auch noch einmal “naked” antun. Es gibt übrigens noch eine Variante dieser Idee (C) + (D): “Walking Women”. Wenn der Fotograf Ian@NZFlickr seine Schafsherde gleichermaßen übertitelt liefert er eine neue Variante derjenigen IRONIE, die uns sicherlich auch Helmut Newton, subversiv wie er war, untermischen wollte: Für NEWTON war sicherlich (und so assoziiere auch ich) der Schreckensruf “SIE KOMMEN!” mit dem Auftauchen der Gestapo in dem von den Nazis beherrschten BERLIN untrennbar verbunden. Nur wenigen Juden gelang es, sich dem mörderischen Zugriff der rassistischen Organisation zu entwinden. Gottseidank war Newton einer von ihnen. Er entkam nach Australien, wurde als Fotograf weltberühmt, ließ statt SS-Cliquen nun das komplette Gegenteil auf uns zu marschieren: entkleidete Mannequins. Solch einen Besuch würde man manchmal auch denjenigen Priestern wünschen, denen sexueller Missbrauch zur Last gelegt wird. Angeblich hat der übrigens nichts mit dem verordneten Zölibat zu tun. Aber zurück zu Newton: Seine subtilste Revanche ist in meinen Augen die Gründung des Helmut Newton Museums für Fotografie in Berlin. Er stopft in den Rachen derjenigen Stadt, die ihn verjagt hat, zurück, was die damalige Nationalsozialistische Propaganda ganz sicherlich als “entartet” attackiert hätte. Die Zeiten haben sich gewandelt. Auch dank eines Helmut Newton.

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